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Geoscoring

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Bußgeld wegen Geoscoring

Geschrieben am 08.08.2017

Es ist inzwischen üblich, dass in vielen Bereichen vor dem Vertragsabschluss eine Bonitätsauskunft eingeholt wird. Bekannt ist beispielsweise die SCHUFA Auskunft. Es gibt aber auch unzählige andere Anbieter, die solche Bonitätsauskünfte zu einer Person, oder einem Unternehmen geben. So beispielsweise die Firma Bürgel. Diese verfügt sicherlich über einen riesigen eigenen Datenpool zur Kreditwürdigkeit von Privatpersonen und Firmen. Sie bietet deshalb ihre Informationen auch Dritten an, wenn diese in geschäftlichen Kontakt treten. Waren keine direkten Daten zu der Person oder Firma lieferbar, wurde auf sogenannte Geoscoring Daten zurückgegriffen. Dieses Geoscoring, bei dem die Kreditwürdigkeit über die in der Umgebung des Wohnortes einer Person lebenden anderen Personen bestimmt wird, kam die FIrma Bürgel jetzt teuer zu stehen. Wegen der Herausgabe von reinen Geoscoringdaten soll das Unternehmen jetzt ein Bußgeld in Höhe von 15.000 Euro zahlen.
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EU Datenschutz erlaubt Geoscoring

Geschrieben am 04.09.2017

Das sogenannte Geoscoring ist schon lange gängige Praxis bei der Bonitätsbeurteilung. Im Frühsommer 2018 tritt die Datenschutz-Grundverordnung der EU in den Mitgliedsstaaten in Kraft. Diese neue EU Verordnung weicht das bisherige System der Auskunfteien auf und ermöglicht es, dass der Wohnort in die Beurteilung der Kreditwürdigkeit mit einfließt. Die Bestimmung des Scorewertes ist für Verbraucher bisher kaum nachvollziehbar, weil die Institute, die solche Scorings anbieten nicht darlegen müssen, welche Werte in den Algorithmen zur Bestimmung des Scorings mit einfliessen. Beim Geoscoring geht man davon aus, das Bewohner einer bestimmten Strasse, oder eines Wohnviertels nach dem Motto "gleich und Gleich gesellt sich gern" über ähnliche finanzielle Verhältnisse verfügen. Wenn dann aber der Nachbar beispielsweise seine Mobilfunkrechnung nicht bezahlt, oder Mietrückstände hat, dann wirkt sich der Geoscore auch auf vollkommen unbeteiligte Personen aus.
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Geodaten und ihre Möglichkeiten

Geschrieben am 14.09.2017

Wer an Geodaten denkt, der bringt das zunächst einfach mit der geographischen Beschreibung eines Punktes auf der Erdoberfläche in Verbindung. Etwas anderes sind Geodaten eigentlich nicht. Geodaten bestehen aus Longitude und Latitude, vielleicht noch die Höhe über dem Meeresspiegel. Inzwischen kann jeder eine beliebige Adresse kartographisch auf Google Maps darstellen. Wir können Entfernungen berechnen und sogar ganze Routen planen. Mit Hilfe von Geodaten lassen sich leicht die Zeiten für den Sonnenaufgang berechnen und über Geodaten lässt sich auch eine Umkreissuche realisieren.

Aber Geodaten, die man mit anderen Daten kombiniert können nicht nur gegen bestehende Datenschutzverordnungen verstoßen, sondern ganz und gar diskriminierend sein. So lassen sich Geodaten von Städten beispielsweise mit den Einwohnerzahlen der Städte verknüpfen und sehr schön graphisch aufbereitet in einer Karte darstellen.
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Wo der Gerichtsvollzieher häufig klingelt

Geschrieben am 10.11.2017

Der neueste Schuldneratlas von Creditreform ist eine Karte, die den Niedergang des Wohlstandes in Deutschland geographisch dokumentiert. Wo die Bewohner Deutschlands besonders häufig pleite sind, das zeigt die Studie von Creditreform in einer geographischen Kartenübersicht. Das Top Ranking der meisten Schuldner wird seit Jahren von Bremerhaven angeführt, aber auch das komplette Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum von Schuldnern. In Städten, wie Duisburg, Wuppertal, oder Herne klingelt der Gerichtsvollzieher besonders häufig. Wenig zu tun haben die Kollegen in den ländlichen Regionen Bayerns. Hier liegt die Überschuldung bei weit unter 5 Prozent. Wie bereits im Vorjahr ist der Osten Deutschlands überdurchschnittlich von der Schuldenwelle betroffen. Mit Sorge sehen die Inkassobüros den Anstieg der Neuverschuldungen in der Mittelschicht. Hier ist die Anzahl der Neuverschuldungen gegenüber dem Vergleichzeitraum im Vorjahr deutlich angestiegen.
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